Appenzellervereine der Schweiz:
Begegnungstag
am Sonntag, 05.09.04, in Zürich
In Zürich treffen sich an 365 Tagen Menschen aus nah
und fern. Sie begegnen sich privat, oft geschäftlich, manchmal auch rein
zufällig. Darüber zu berichten ist in den meisten Fällen nicht nötig.
Anders aber, wenn Appenzellerinnen und Appenzeller zu Ihrem Begegnungstag
nach Zürich reisen. Anfang September, so will es die Tradition, findet das
Treffen der Mitglieder der Schweizerischen Appenzeller-Vereine statt und
diesmal kam die Einladung vom Appenzeller-Verein Zürich. Die Organisatoren
hatten es verstanden, ihre Einladung so zu formulieren, dass man ihr kaum
widerstehen konnte oder wollte. Schwerpunkt der Zusammenkunft war eine
Führung zu Fuss, durch die Zürcher Altstadt und – was Appenzellerinnen und
Appenzeller gleichermassen schätzen – genügend Zeit um sich im
gegenseitigen Gespräch zu vertiefen.
Treffpunkt war der Hauptbahnhof Zürich – wo die weit über hundert
Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach ihrer Ankunft mit einem vom
Appenzeller-Verein Zürich gestifteten Erfrischungstrunk empfangen wurden.
So gestärkt traten sie in kleinen Gruppen die Reise zu Fuss quer durch
Zürichs Strassen und Plätze an. Dies, daran sei wieder einmal erinnert,
stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, Dimensionen, Perspektiven,
Eigenartiges und Kuriositäten mittels ‚Erwandern’ zu erfahren. Die aus den
Reihen des Appenzeller-Vereins Zürich gestellten ‚Stadtführerinnen und
Stadtführer’ verstanden es ausgezeichnet, den Besuchern
Hintergrundinformationen städtebaulicher oder geschichtlicher Art zu
vermitteln.
So wissen wir jetzt, dass der Platz, wo sich die vielen Amtshäuser
befinden Beaten-platz heisst. Der Brunnen der Zürcher Stadtheiligen Felix
und Regula befindet sich an der Lindenhofstrasse und, dass man, an der
Sternwarte vorbei, den Lindenhof erreicht, von wo aus es eine einmalige
Aussicht über die Limmat zu bewundern gibt. Erfahren konnten wir auch,
dass die Kirche St. Peter mit 8.7 m Durchmesser das grösste Zifferblatt in
Europa besitzt. Der Weg führte dann entlang der Weggengasse zum Weinplatz
und weiter zur Rathausbrücke – auch Gemüsebrücke genannt. Ein Blick zurück
verriet, dass es sich bei der dort eingepackten Kirche um das Fraumünster
handelt. Über den Limmatquai, die Marktgasse hinauf kommt man am
Jugendhaus von Gottfried Keller vorbei, und anschliessend zum Neumarkt.
Noch musste der Hirschen- und der Seilergraben überquert werden bevor dann
beim Haus zum Rechberg, einem Privatpalais mit wunderschönem Garten, ein
kurzer Halt eingeplant war. Das Ziel unserer Stadt-Wanderung war die Mensa
der ETH, wo wir bei schönstem Wetter in herrlicher Umgebung - zuerst auf
der Polyterrasse und mit Aussicht auf die Stadt Zürich - den vom
Appenzeller-Vereins Zürich offerierten Apéro geniessen durften, um uns
anschliessend in der Mensa mit einem feinen Mittagessen zu verpflegen. An
alles wurde gedacht, auch eine dezente musikalische Untermalung fehlte
natürlich nicht.
Die Zeit des Aufbruchs nahte, stand doch noch die einstündige Fahrt mit
dem neuen Cobratram auf dem Programm - exklusiv für die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer des Begegnungstages. Der Weg führte den Zürichberg hinauf
Richtung Zürcher-Zoo, dann wieder zurück am Bellevue vorbei, via
Bürkliplatz in die Bahnhofstrasse. Den Organisatoren, allen voran dem
Präsidenten des Appenzeller-Vereins Zürich Beat Willi und der
Vizepräsidentin Maya di Prima-Neff, Karl Hauser, dem Obmann der
Arbeitsgemeinschaft der Appenzeller-Vereine der Schweiz für seine
freundlichen Worte (wir wünschen ihm auf diesem Weg baldige Genesung),
aber auch allen Helferinnen und Helfern, die dazu beigetragen haben, uns
einen wunderschönen Sonntag zu schenken, danken wir von Herzen. Schon
jetzt freuen wir uns auf den nächsten Begegnungstag Anfang September 2005
in Flawil.
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