Einführung

VO  ALLEM  NÄBIS

 

KÖSTLICHES
AUS  DEM
APPENZELLERLAND

 

 

AUSGEWÄHLTE
GEDICHTE
VON

 

UELI RÜD

 

 
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Vorwort des Herausgebers   

Auch in den vergangenen zwei Jahren gab es kaum einen  Anlass des Appenzeller-Vereins Basel und Umgebung, für  den Ueli Rüd nicht ein besonderes Gedicht, einen besinnlichen Vers oder einen treffenden Reim gezimmert hatte.  Im vorliegenden Büchlein sind diese neuesten Köstlichkeiten zusammengetragen. 

Gemeinsam sind Ueli Rüds Gedichten der starke Bezug zum Appenzellerland, sein Gefühl für den eigenen, un-verwechselbaren Ausdruck des Appenzellers, seine überall durchschimmernde Liebe zu seiner Heimat und seine Vorliebe für das alltägliche Geschehen, die kleinen und grösseren Sorgen seiner Landsleute. Da und dort tritt auch die Sorge um den Fortbestand der Eigenheiten hervor, die unser Land kennzeichnen. Dem entgegen steht Rüds unerschütterliches Vertrauen in die schützende Hand des Allmächtigen und die Zuversicht, dass die Appenzeller die Herausforderung der Zeit meistern werden. Allen Gedichten gemeinsam ist ferner eine tiefe, ungekünstelte menschliche Wärme.  

«Vo allem näbis» ist das dritte von Ueli Rüd verfasste Gedichtbändchen. Im gleichen Verlag sind 1997 «Doozmol» und 1999 «Wienacht» erschienen. 

Ruedi Andreatta
Appenzeller-Verein
Basel und Umgebung

 

Basel, imApril 2001

 

Kostprobe:

Schwellbronn

De Wenter i de Grossstadt isch verrockt,
wenn en ticke Nebel of d Hüser trockt.

Kenn Tag au no e betzli blau,

nee, alles zäme grau in grau.

En Tag isch tünkler als die andere,
am liebste wöttsch in Süde wandere!
I bi dem ewige Grau entronne -
ond bi do ue choo - of Schwellbronne.

Jo, do isch blaue Himmel, do schinnt d Sonn,
s isch efach prächtig do, z Schwellbronn.
Di herrlich Loft ond de Pulverschnee.
Wer s wääss, chonnt alewil gern wieder dohee,
verlebt do obe grad mengi schöni Stond.
Wenn d chrank gsee bisch - du -do obe wersch gsond.

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